Orientalischer Kindertanz in Hamburg

Lila Jeyrani steht selbst seit ihrem 9. Lebensjahr auf der Bühne.
Angefangen hat alles bis ins Teenagealter mit Ballett- und Jazzdance-Unterricht an der Ballettschule Jutta Warnecke. Gleichzeitig begeisterte sie sich an ihrer Schule bis hin zum Abitur für Musicalauftritte und Theateraufführungen. Aber am stärksten hat es ihr mit 15 Jahren neben Michael Jacksons Tanzstil der orientalische Tanz angetan. Sie lernte in kürzester Zeit verschiedene Stile aus unterschiedlichen Regionen im Bellydance und baute diese später weiter auf. Später dann mit 18 lernte Lila Außergewöhnliches, das man auf der Straße tanzte- mit ganz außergewöhnlichen Menschen - und das für viele Jahre. Das nennt sie „eine ganz besondere Phase meines Lebens“. Wir nennen es Streetdance.

Viele Jahre gab Lila Jeyrani orientalische Workshops und Tanzstunden für Frauen jeden Alters. Doch auch die persische und kurdische Folklore in bunten Kostümen faszinierten sie. Und so entschied sie sich, auch diese zu erlernen um zu zweit oder in der Gruppe verschiedene Choreografien auszuarbeiten.

Solo oder in Gruppen wurden die bunten, orientalischen Tänze auf vielen Kulturveranstaltungen wie Karneval der Kulturen, Weltfrauentag, Festival eigenarten, aber auch bundesweit vorgeführt. Und auch für Videoclips wurde Lila Jeyrani schon mehrmals gebucht.

Da das Tanzen zu ihrer größten Leidenschaft gehört, belegte sie in Deutschland, Amerika und Nordafrika zahlreiche Workshops im indischen, lateinamerikanischen, tunesischen, aber auch modernen Stil wie Hip-Hop, Popping und Zumba.

Nach der Geburt ihrer Tochter 2003 entstand dann die großartige Idee, Kinder zu unterrichten. Nach einem Workshop im Brakula 2007 meldeten sich so viele Kinder zur Früherziehung an, dass der kreative Kindertanz bis heute bestehen blieb. Immer dienstags treffen sich dort die mini-shivas, Kinder von 3-12 Jahren. Und je nach Altersgruppe und Projekt werden u.a. gemeinsam oder in mehreren Teams Hip-Hop Choreographien erstellt, sich im Ausdruck und Körperbeherrschung geübt, getobt, auf dem Boden oder mit Reifen geturnt, verkleidet Theater gespielt und mit Klimpertuch Tänze aus 1001 Nacht kreiert. „Die Bühne ist für uns Tänzer unendlich wichtig. Nur dann lernen wir unsere Stärken und Schwächen besser kennen. Für mich gibt es kein spannenderes Gefühl wie das Lampenfieber!“

Nach zahlreichen Auftritten, wie in der Laeiszhalle, Hamburger Familientag am Rathaus, Schulfeste, Karneval der Kulturen, Coca Cola Bühne, Sportspaßbühne, Kulturbörse in Einkaufszentren, Stadtteilfeste, Afrika-festival, Bramfelder Fenster, nicht zu vergessen große Kinderfeste wie „Laut und Luise“ , Weltkindertag und, und, und, haben die mini-shivas ziemlich viel Bühnenerfahrung gesammelt. Und das Ferienprojekt Minexelda war ein großer Erfolg.

Zudem stehen noch interessante Projekte an: in Zukunft sollen auch Tanz- und Austauschprogramme mit Jugendlichen aus anderen Ländern wie z.B. Nordafrika entstehen und in Kürze Workshops in Zusammenarbeit mit anderen Künstlerinnen stattfinden, in denen Mädchen und junge Frauen, die sonst die Möglichkeit aus verschiedenen Gründen nicht haben, tanzen, singen und darstellen. Gestiftet von der Stiftung Maritim, unterstützt von der Kulturbehörde und Kultursenatorin Barbara Kisseler.

„Nichts ist dem Menschen so unentbehrlich wie der Tanz.“
(Jean Baptiste Molière)